Hersteller von Solarequipment verbuchen kräftiges Umsatzplus

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Erlöse in den ersten drei Quartalen 41 Prozent höher als im Vorjahr, Rekord-Exportquote von 91 Prozent, Auftragseingang im 3. Quartal sinkt - Politik in China

Frankfurt, 12. Dezember 2018 – In den ersten drei Quartalen 2018 verbuchten die Hersteller von Solarequipment ein Umsatzplus von 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Kerngeschäft wurde nach wie vor in Ostasien gemacht, der von dort stammende Anteil am Gesamtumsatz belief sich im dritten Quartal 2018 auf 77 Prozent. Der größte Teil dieses Geschäfts wurde in China (52 Prozent) gemacht, gefolgt von Europa mit 10 Prozent und Deutschland mit 9 Prozent. Umsatzstärkstes Segment im dritten Quartal 2018 war für den deutschen Photovoltaik-Maschinenbau die Zelle (48 Prozent), gefolgt vom Produktionsequipment für die Dünnschichttechnologie (47 Prozent). Die Exportquote deutscher Photovoltaik-Zulieferer erreichte zwischen Juli und September den Rekordwert von 91 Prozent.

Im dritten Quartal wurde ein Verhältnis von Bestellungen zu ausgelieferten Anlagen („Book-to-Bill“) von 0,7 erreicht. „Die zukünftigen Ausbaupläne der PV-Industrie in Asien lassen gleichbleibende Auftragsvergaben erwarten. Dabei werden die zu erwartenden Aufträge die Dünnschicht-Technologien sowie die hocheffizienten kristallinen Technologien betreffen. Investitionen in hocheffiziente Solarzellenkonzepte verschieben sich leicht aufgrund der sogenannten „531“-Mitteilung der chinesischen Regierung, mit dem sie den Photovoltaikzubau in China begrenzen will. Der VDMA rechnet jedoch in den nächsten 12 Monaten mit der Umsetzung bereits geplanter Investitionen in weitere Produktionskapazitäten in anderen asiatischen Ländern. Insbesondere das Programm der indischen Regierung zum Aufbau neuer Produktionskapazitäten ist in diesem Zusammenhang hervorzuheben“, erklärte Dr. Peter Fath, Geschäftsführer der RCT Solutions GmbH und Vorsitzender des Vorstands von VDMA Photovoltaik Produktionsmittel.

Auftragseingang zurückgegangen

Am 31. Mai dieses Jahres kündigte die chinesische Regierung den Abbau von Fördermitteln für die Photovoltaikstromerzeugung an - bekannt geworden als "531-Politik". Der Auftragseingang für Solarequipment für die deutschen Maschinenbauer ging im dritten Quartal 2018 daher gegenüber dem zweiten Quartal um die Hälfte zurück. Regionaler Schwerpunkt war abermals Asien mit 64 Prozent aller Bestellungen. Aus Europa und Deutschland kamen je 11 Prozent und aus Amerika 10 Prozent. „Die Auftragsbücher sind noch gefüllt. Wir rechnen damit, dass nach dem Rückgang der Aufträge aus China nun Orders auf dem vorherigen Niveau erreicht werden, besonders da mit der Ankündigung aus Peking eine nachhaltige Entwicklung des Solarenergiesektors gefördert und die Entwicklungsqualität verbessert werden sollte. Beides sind Stärken der deutschen Equipment Hersteller“, erläuterte Dr. Jutta Trube, Leiterin VDMA Photovoltaik Produktionsmittel.

 

Haben Sie noch Fragen? Jutta Trube, VDMA Photovoltaik Produktionsmittel,
Telefon 069 6603 1879, jutta.trube@vdma.org, beantwortet sie gerne.

Der VDMA vertritt mehr als 3200 Unternehmen des mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbaus. Mit 1,35 Millionen Erwerbstätigen im Inland und einem Umsatz von 226 Milliarden Euro (2017) ist die Branche größter industrieller Arbeitgeber und einer der führenden deutschen Industriezweige insgesamt.

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